Urbane Sozialprognose
Dieses Projekt entwickelt und validiert maschinelle Lernmodelle zur Antizipation der sozialen und wirtschaftlichen Folgen urbaner Erneuerung und übersetzt diese Modelle in interpretierbare Planungswerkzeuge.
Über
Urbane Sozialprognose entwickelt Modelle des maschinellen Lernens und Entscheidungsunterstützungswerkzeuge zur Antizipation der sozialen und wirtschaftlichen Folgen urbaner Erneuerung. Das Projekt adressiert ein praktisches Planungsproblem: Erneuerungsentscheidungen haben langanhaltende Auswirkungen auf Wohnraum, Verdrängung und Resilienz von Gemeinschaften, aber diese Konsequenzen sind für Planer zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung selten sichtbar.
Urbane Erneuerung erzeugt Druck auf Wohnungsangebot, Infrastrukturkapazität, Dienstleistungen und soziale Netzwerke. Sie kann Investitionen und verbesserte Lebensbedingungen bringen, kann aber auch Verdrängung, ungleiche Nutzenverteilung und lokal konzentrierten Schaden verursachen. Dieses Projekt nutzt datengetriebene Methoden, um diese Dynamiken sichtbar zu machen, bevor Interventionen festgelegt werden.
Unsere technische Arbeit kombiniert Vorhersagemodellierung, räumliche Analyse und interpretierbare Schnittstellen, die für den Einsatz durch Planungspraktiker konzipiert sind. Wir untersuchen, welche sozioräumlichen Faktoren Erneuerungsergebnisse prägen, wie Modelle über verschiedene städtische Kontexte hinweg verallgemeinern und wie Vorhersagen an Planungsteams kommuniziert werden sollten, damit sie Entscheidungen informieren, ohne als Vorschriften missverstanden zu werden.
Das Projekt entwickelt auch Empfehlungswerkzeuge für strategische Stadtentwicklungsplanung. Diese Werkzeuge helfen Interessengruppen, Parzellenaggregationsoptionen zu vergleichen, Machbarkeitsbeschränkungen zu bewerten, Entwicklungspotenziale einzuschätzen und über Priorisierungskriterien nachzudenken. Alle Ausgaben sind darauf ausgelegt, Deliberation zu unterstützen, nicht zu ersetzen — soziale Gerechtigkeit, lokaler Kontext und das Urteil der Planer bleiben im Mittelpunkt des Prozesses.